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UVBB und Lebuser Arbeitgeber für eine EU-Modellregion


Dr. Burkhardt Greiff, Präsident des UVBB (links) und Janusz Jasinski, Präsident des OPZL

Cottbus | Am 3. Februar haben der UVBB gemeinsam mit dem Lebuser Arbeitgeberverband die weiteren Schritte der Zusammenarbeit besprochen. Am 10. März 2017 werden beide Verbände in Peitz einen Workshop mit deutschen und polnischen Unternehmern zur aktuellen und künftigen Zusammenarbeit der Unternehmen beiderseits der Oder-Neiße durchführen.

Unser Anliegen ist es, in den Wirtschaftsräumen beiderseits von Neiße und Oder die Unternehmen zusammenzuführen. In der Lausitz und auch im Lebuser Land vollzieht sich ein Strukturwandel, der täglich an Fahrt zunimmt.

Ausgelöst durch die künftige Abkehr von der Verstromung der Braunkohle in Deutschland geht es für die Lausitz darum, durch Innovation und internationale Zusammenarbeit neue Wirtschaftskraft zu generieren. Ähnliche Anforderungen stehen aber auch vor den polnischen Unternehmen. Der vorgesehene Neuaufschluss eines Braunkohletagebaus und der geplante Kupferbergbau auf der polnischen Seite der Oder und Neiße bedeuten auch große strukturelle Veränderungen.

Beiderseits der Grenze ist der Mangel an Fach- und Arbeitskräften bereits zum Alltagsproblem geworden. Darum packen wir den Strukturwandel gemeinsam an. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist keine Einbahnstraße. Zunächst geht es darum, gemeinsame Interessen herauszuarbeiten und gemeinsame Wege zu beschreiten. Unsere Zusammenarbeit ist Bestandteil des Strukturwandels in der Lausitz. Der UVBB und der Lebuser Arbeitgeberverband OPZL unterstützen die Entwicklung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Entwicklung der Lausitz als Handelsstandort und Logistikdrehscheibe nach Osteuropa. Lösung kann die Schaffung einer EU-Modellregion sein, die Einrichtung eine Europäische Wirtschaftsförderregion "European Transformation Area" in der Grenzregion Deutschland-Polen-Tschechien.

Notwendig ist dabei die Entschlossenheit der EU, der Bundesregierung und der Länder Brandenburg und Sachsen an der Seite der Lausitz den Struktzurwandel nicht nur zu begleiten, sondern in allen Bereichen zu unterstützen. Die Schaffung regionaler (grenzüberschreitender) Bereiche für die Zusammenarbeit und das Zusammenleben von Unternehmen, Wissenschaft und den Menschen werden die Regionen bereichern und die Gesamtregion beiderseits von Oder und Neiße sowie des Zittauer Berglands als kulturelle und wirtschaftliche Einheit darstellen.