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Mindestlohn im Wachgewerbe


Präsidiumsmitglied Michael Goldschmidt verwies in der letzten Sitzung auf das existenzbedrohende Vorhaben des paritätisch von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden besetzten Tarifausschusses, das zu Lasten von mittelständischen Unternehmen des Wachschutzgewerbes gehe: Die sofortige Anhebung von Mindestlöhnen können die Unternehmen im Osten nicht am Markt und schon gar nicht in bestehenden Verträgen weiter geben und vor allem gegenwärtig nicht selbst auffangen. Der Ausschuss hat sich noch nicht geeinigt, die Branche kann dennoch nicht aufatmen.

 

„Ich bin kein Gegner von Mindestlöhnen“ führte M. Goldschmidt aus, „wohl aber für eine wirtschaftlich vertretbare Gangart bei der Einführung von Mindestlöhnen“.

Und wurde gleich konkret: „ Die Lösung kann eine stufenweise, moderate Einführung über eine Laufzeit von 5 Jahren in den neuen Bundesländern und eine degressive Entwicklung der Tarife in den alten Bundesländern sein.“

Der UV wird sich der Problemstellung annehmen und fordert mehr Augenmaß von der Politik. „Was nutzt die Freude eines Bundeswirtschaftsministers für Arbeit und Soziales über immer mehr Mindestlöhne, wenn das Sozialste – nämlich die Arbeit selbst auf der Strecke bleibt“, so Präsident Walter in der Sitzung. „Wir wollen, dass Vollzeitbeschäftigte von dem Lohn leben können, den sie erhalten. Werden die Rahmenbedingungen jetzt falsch gesetzt, gehen diese Mittelständler aber verloren und mit ihnen die Arbeitsplätze. So erreichen wir das Ziel dann nicht.“ 

Eberhard Walter