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Deutsch-Polnischer Gesprächskreis dient Austausch und neuen Geschäftskontakten


Forst | Am 10. März haben sich an der Neiße-Grenze auf dem Gut Neu Sacro in Forst/L. zwanzig deutsche und polnische Unternehmer zum 1. „Gesprächskreis der DE-PL Grenzregion“ getroffen. Eingeladen haben der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin und der Arbeitgeberverband Lebuser Land.

Das Treffen wird gefördert durch das Interreg-Programm und hat zum Ziel, die Zusammenarbeit der mittelständischen Unternehmen beiderseits der Oder-Neiße-Grenze zu fördern und der Region neue wirtschaftliche Impulse zu geben. Ausgehend von den Zielen der Abkehr von der Verstromung der Braunkohle und dem Anliegen die Region auch nach der Braunkohle attraktiv und lebenswert zu erhalten wurde das Ziel, der Einrichtung einer europäischen Modellregion bekräftigt.

Ziel ist eine Modellregion

Viele Unternehmen bauen ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten bereits seit Jahren aus. In der Grenzregion an Oder – Neiße ergeben sich hier nachhaltige Chancen für die gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung. Der UVBB und OPZL kennen die wirtschaftspolitischen Relevanz der deutsch-polnischen und insbesondere der brandenburgisch-polnischen Beziehungen und möchten diese in den kommenden Jahren vertiefen und ausbauen. Die Unternehmensverbände  setzen sich dafür ein, die Grenzregion als Innovationsträger und europäische Modellregion zu entwickeln. Potentiale dafür bestehen, sie müssen in den nächsten Jahren noch zielstrebiger und konsequenter erschlossen werden.

Unterschiedliche Berufsabschlüsse sind ein Hemmnis

Die Teilnehmer berichteten über ihre mit Unternehmen und Institutionen des Nachbarlandes. Die Sprachbarriere stellte sich erstaunlicherweise nicht als Problem für die Unternehmer dar, Grundelemente der Sprache des Nachbarn werden beherrscht bzw. erworben. Schwachstellen und Probleme in der Zusammenarbeit mit dem Nachbarland sind aber nicht klein zu reden. So die abgestimmte und beiderseitig anerkannte Berufsausbildung, die Fachkräftesicherung in den Unternehmen oder die Sicherheitsfragen im grenznahen Raum. Es wurde vereinbart, diesen Gesprächskreis fortzusetzen. Das Treffen war auch eine Plattform zur Anbahnung neuer Geschäftskontakte.

Es wurde vereinbart, den 2. Gesprächskreis im April bei der Regionalmesse „Zuse-Expo“ in Hoyerswerda  durchzuführen. Vorstellbar ist aber auch, parallel dazu am Gut Neu Sacro einen deutsch-polnischen Unternehmerstammtisch dauerhaft zu installieren.