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Blockchain - Thema bei der Auftaktveranstaltung Digitalisierung


Während der Veranstaltung im "Heider". Foto: Heller

Potsdam | Henrik Bortels mit seinem Unternehmen digitalchef.de und Philipp Wilimzig von der ikusei GmbH eröffneten die Veranstaltungsreihe zur Digitalisierung im Unternehmen am 18. April im Café Heider. Nach einer Einführung zum Thema Blockchain (siehe unten) durch Henrik Bortels diskutierten die Teilnehmer querbeet und erklärten, wo sie die Herausforderungen sehen und wie das Kompetenzteam Digital Prozesse in ihrem Unternehmen unterstützen kann. 

Die nächste Veranstaltung zum Thema findet am 20. Juni um 18 Uhr in Berlin statt, der Ort steht noch nicht fest.

Was ist eigentlich Blockchain?

Henriik Bortels: "Die Blockchain sorgt für eine sehr sichere Übermittlung von Daten und ersetzt mit ihrer Technologie die Aufgabe vertrauensvoller Vermittler wie Notare oder Banken. Erwerbe ich zum Beispiel ein Grundstück, dann hat diesen Kauf bislang ein Notar abgesichert. Er sorgt dafür, dass sich beide Seiten aufeinander verlassen können. In der Blockchain hingegen werden sämtliche Daten einer Transaktion dezentral auf vielen unterschiedlichen Rechnern abgespeichert. Dabei trägt jede Sicherung immer auch alle vorangegangenen Änderungen an dem Datensatz. Diese Datenblöcke (Block) in einer langen Kette (Chain) machen es quasi unmöglich, Daten in der Blockchain heimlich zu ändern." Henrik Bortels verglich diese Sicherung beim Digitalisierungsfrühstück sehr anschaulich mit einem traditionellen Scheck. Wird dieser beispielsweise auf 50 Euro ausgestellt, dann könnte der Empfänger relativ einfach eine weitere Null hinzufügen und 500 Euro kassieren. Diese Kontrollinstanz haben bislang Banken übernommen. 

Übertragen auf die Blockchain jedoch würde der ursprüngliche Scheck nach der Unterzeichnung mit einer Klebefolie versehen und zur Bestätigung an eine weitere Person gereicht. Diese verifiziert Betrag und Unterschrift durch ihre Signatur auf der Folie und klebt eine weitere Folie darüber. Damit ist es noch schwieriger geworden, den ursprünglichen Betrag auf dem Scheck zu fälschen. Es müssten bereits zwei Folien vorsichtig abgezogen sowie Unterschriften und Betrag gefälscht werden. Geht dieser beklebte Scheck jetzt an immer mehr Menschen, die alle den Betrag durch ihre Unterschrift und eine weitere Folie bestätigen, steht der Aufwand einer Fälschung irgendwann in keinem Verhältnis mehr zum möglichen Erfolg einer Änderung des Betrages. So kann der Empfänger des Schecks zuletzt sehr sicher sein, dass ihm der Absender wirklich 50 Euro schicken wollte.